3. Jahrgang (2010)

Altarbilder mit eingebettetem Gnadenbild im frühneuzeitlichen Italien (Isabella Augart)

Der selbstreflexive Kommentar des Bildes soll über seine Möglichkeit der Affektstimulation in der frühneuzeitlichen Bildform der eingebetteten Kultbilder analysiert werden. Projektnr.: G 301

Bewegung im Gefühl: Kognitive Metaphern in malaiischer und indonesischer lyrischer Dichtung und Liedertexte (Husna Jamal)

Wie werden unsere Emotion und Kognition von Metaphern geprägt? Konzeptualisieren Malaiisch und Indonesisch-Sprecher ihre Gefühle tatsächlich als Bewegung wie Studien behaupten? Inwiefern ist diese Konzeptualisierung von Emotion universal, und welche Eigenschaften sind für diese Sprachen spezifisch? Projektnr.: G 311

Die Freude am Auto: Lebensstile und emotionales Erleben (Christa Bös)

Welche emotionalen Bedeutungen hat das Auto? Welche Autos können Gefühle auslösen? Und wer empfindet Gefühle gegenüber Autos? Projektnr.: G 303

Die Relevanz der Emotion für den Erwerb neuer Wörter - ein Vergleich von sprachunauffälligen und sprachauffälligen Kindern (Carmen Herzog)

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung des Einflusses negativer emotionaler Prosodie auf den Wortlernprozess bei sprachunauffälligen und sprachauffälligen Kindern im Alter von 3;6 bis 4;0 Jahren. Projektnr.: G 309

Emotionale Reaktionen bei sozialem Ausschluss (Lea Gutz)

The project focusses on the processing of and the emotional responses to social exclusion. Projektnr.: G 307

Emotionen begleichen? Ein Wiedergutmachungsprogramm und Algonquin Überlebende indianischer Internate in Kanada (Anne-Marie Reynaud)

Emotionen spielen eine wichtige Rolle in allen Versöhnungsprozessen. Dabei können diese Emotionen allerdings im jeweiligen kulturellen Kontext unterschiedlich geformt und geteilt werden Projektnr.: G 313

Evolutionäre Psychopathologie der Depression: Führen unterschiedliche aversive Lebensereignisse zu unterschiedlichen Symptomprofilen von Low Mood? (Eiko Fried)

Die Auffassung von Depression als ein kategoriales Konstrukt soll empirisch aus evolutionspsychopathologischer Perspektive beleuchtet werden. Projektnr.: G 305

Figurationen des Zorns. Rache und das kulturelle Imaginäre (Fabian Bernhardt)

Heißer Zorn und kühle Berechnung gehen bei der Rache auf irritierende Weise oft Hand in Hand. Verschränkungen von Gefühl und Vernunft, Recht und Unrecht, Wirklichem und Imaginärem konstituieren unsere Vorstellung von Rache. Projektnr.: G 302

Gender and aging effects on the recognition of emotional speech (Niloofar Keshtiari)

Emotionale sprachliche Äußerungen enthalten wichtige Informationen über die sprechende Person. Doch inwieweit erkennen junge und ältere Iraner und Iranerinnen diese emotionalen Hinweise in Sätzen in Farsi? Projektnr.: G 310

In der Anklage der Sinne. Filmische Expressivität und das Schuldgefühl als Modalität des Gemeinschaftsempfindens (Matthias Grotkopp)

In welcher Art und Weise versuchen Filme ein moralisches Gefühl wie das der Schuld im Zuschauer zu evozieren? Wie entfalten sie die affektiven Grundlagen von geteilten Werten und Geschichte(n), von Identitäten und Handlungsdispositionen? Projektnr.: G 306

Musik als affektive Selbstverständigung: eine integrative Untersuchung über musikalische Expressivität

Musikalische Werke sind keine Personen. Dennoch sagen wir zum Beispiel, ein Werk sei melancholisch, drücke Freude aus oder verbreite eine zuversichtliche Stimmung. Doch mit welchem Recht? Die Beantwortung dieser Frage ist grundlegend für die Musikphilosophie. Projektnr.: G 314

Netzwerkstrukturen bei der Mitteilung von Trauer (Roman Ebel)

Mithilfe einer sozialen Netzwerkanalyse sollen die Strukturen sozialer Eigenschaften identifiziert werden, welche die Mitteilung von Trauer zwischen Verwitweten und ihrem Umfeld unterstützen. Projektnr.: G 304

Tabu und Emotion. Inzestthematik in narrativen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (Nora Hagemann)

Über Inzest spricht man nicht - man erzählt von ihm. Konstitutive Bestandteile eines Erzählens über das, "worüber man nicht sprechen darf", sind Emotionen, die als Schnittstellen im narrativen Syntagma fungieren. Projektnr.: G 308

Zwischen Norm und Natur: Bildliche und schriftliche Konzepte von Mutterschaft im Athen des 5. und 4. Jhs. v. Chr. (Viktoria Räuchle)

Die Mutter ist eine höchst emotional besetzte Figur, die eine ungeheure Vielfalt an kulturellen Konzepten in sich fasst und gleichwohl eine geradezu archetypische Größe darstellt. Projektnr.: G 312