Dissertationsprojekte

Nach Jahrgängen

Alle Dissertationsprojekte

"Mein Gesicht" - Identität und Gefühlsstrukturen auf sozialen Netzwerken im Internet (André Hoever)

Emotionen sind mit Menschen, Dingen & Situationen verknüpft und bilden ein Muster, anhand dessen sich das emotionale Selbstverständnis sozialer Klassen rekonstruieren lässt. Projektnr.: G 103

"Sinnliches Denken". Sergej Eisensteins Methode als Projekt einer neuen Wissensordnung ( Elena Vogman)

Das theoriehistorische Projekt untersucht das "sinnliche Denken" in Sergej Eisensteins Methode mittels einer werkimmanenten Analyse seiner Theoriebildung. Projektnr.: G 412

"They are boring people" - der Ton macht die Musik. Verarbeitung affektiver Prosodie bei alexithymen und nicht-alexithymen Sprechern (Anna Carlotta Welding)

Ein wesentlicher Bestandteil der verbalen Kommunikation von Gefühlen ist die Stimmmelodie (Prosodie). Das Projekt untersucht, ob so genannte „gefühlsblinde“ (alexithyme) Menschen veränderte Muster in der Produktion und in der Rezeption affektgeladener Prosodie zeigen. Projektnr.: G 402

Affective Economies. Languages of Emotion in Shakespeare (Kathrin Bethke)

Das Projekt untersucht Interferenzen zwischen Ökonomie- und Affektdiskursen in der englischen Dramatik des 17. Jahrhunderts und widmet sich insbesondere der Wertschätzung in ihren ethischen, ökonomischen und emotiven Funktionen. Projektnr.: G 201

Affektive Kalkulationen. Literarische Darstellungen ökonomischer Spekulation (Nina Peter)

Die Literatur begegnet der Virtualität von Finanzspekulationen mit der Beschreibung intensiver ‚Marktemotionen’. Das Projekt untersucht diesen Bezug zwischen Spekulation und Emotion. Projektnr.: G 408

Affektpoetiken im Musiktheater nach 1945 (Lydia Rilling)

Wie kann Liebe in post-tonalen Musikidiomen dargestellt werden, und wie stellen sich Komponisten nach 1945 der Herausforderung, eine der wichtigsten existentiellen Erfahrungen des Menschen in ihrer spezifischen Musiksprache zu artikulieren? Projektnr.: G 108

Altarbilder mit eingebettetem Gnadenbild im frühneuzeitlichen Italien (Isabella Augart)

Der selbstreflexive Kommentar des Bildes soll über seine Möglichkeit der Affektstimulation in der frühneuzeitlichen Bildform der eingebetteten Kultbilder analysiert werden. Projektnr.: G 301

Bewegte Identitäten: Verwandlung und Affekt in der modernen deutschen Literatur (Tara Beaney)

Was sind Emotionen? Sind sie fremde Bedrohungen, tierisches Drängen, kognitive Bewertungen oder freischwebende Intensitäten? Das Projekt untersucht historische Emotionsmodelle auf die Frage hin, wie Emotionen das Selbst konstituieren. Projektnr.: G 215

Bewegung im Gefühl: Kognitive Metaphern in malaiischer und indonesischer lyrischer Dichtung und Liedertexte (Husna Jamal)

Wie werden unsere Emotion und Kognition von Metaphern geprägt? Konzeptualisieren Malaiisch und Indonesisch-Sprecher ihre Gefühle tatsächlich als Bewegung wie Studien behaupten? Inwiefern ist diese Konzeptualisierung von Emotion universal, und welche Eigenschaften sind für diese Sprachen spezifisch? Projektnr.: G 311

Das Adam Smith Projekt. Das Gesamtwerk von Adam Smith im Spiegel von Michel Foucaults Analyse der liberalen Gouvernementalität (Bastian Ronge)

Die Doktorarbeit interpretiert das Werk Adam Smiths mit Hilfe von Michel Foucaults Konzept der liberalen Gouvernementalität. Auf diese Weise entwickelt sie eine neuartige Perspektive auf das Denken des schottischen Aufklärers und vermag zugleich die Frage zu klären, welche emotionalen Subjektivierungstechniken dem Funktionieren liberaler Gesellschaften zugrunde liegen. Projektnr.: G 209

Das Selbst und die Welt in der Depression. Eine ethnographische Studie in der deutschen Gesellschaft (Vanessa Pia De Bock)

Wie erleben Betroffene eine schwere Depression und wie die stationäre Therapie? Welche gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen der Depression sind hier wirksam? Projektnr.: G 401

Die Aufspaltung des Zuschauers. Suspense, Paranoia und Melancholie im Kino des New Hollywood (Hauke Lehmann)

Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen filmischer Bewegung und der Darstellung und Entstehung emotionaler Zustände theoretisch zu fundieren sowie an einem historisch präzise definierten Gegenstand, dem Kino des New Hollywood, analytisch greifbar zu machen. Projektnr.: G 107

Die Freude am Auto: Lebensstile und emotionales Erleben (Christa Bös)

Welche emotionalen Bedeutungen hat das Auto? Welche Autos können Gefühle auslösen? Und wer empfindet Gefühle gegenüber Autos? Projektnr.: G 303

Die Lust am Leid in der Literatur der Wiener Moderne (Daniela Schönle)

Das Projekt untersucht, wie die Autoren der Wiener Moderne das ästhetische Paradoxon von der Lust am Leid erklärt und welche Funktion sie ihm zugeschrieben haben. Projektnr.: G 110

Die Relevanz der Emotion für den Erwerb neuer Wörter - ein Vergleich von sprachunauffälligen und sprachauffälligen Kindern (Carmen Herzog)

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung des Einflusses negativer emotionaler Prosodie auf den Wortlernprozess bei sprachunauffälligen und sprachauffälligen Kindern im Alter von 3;6 bis 4;0 Jahren. Projektnr.: G 309

Emotion in Transit: Exotismus in der europäischen Tanzmoderne am Beispiel indischer Motivik (Tessa Jahn)

Emotionen werden im Tanz als Kunstform erst mit und im Kulturbild sichtbar. Projektnr.: G 104

Emotion perception in the multisensory brain (Sarah Jessen)

How do I know what you feel? Under normal circumstances, humans are quite successful at recognizing others’ emotions based on their behavior and to adapt their responses accordingly. This renders emotion recognition as a crucial prerequisite for efficient social interaction. Projektnr.: G 105

Emotion, Performance and Death Ritual in Mani, Greece (Christos Varvantakis)

The aim of this project is to gain insight into the role of emotion and emotion expression in contemporary rural Greek death rituals. Projektnr.: G 112

Emotionale Kommunikation in Eltern-Kind Interaktionen: Ein artübergreifender Vergleich zwischen Gibbons, Schimpansen und Menschen (Manuela Lembeck)

Ausgehend von der Bindungstheorie soll der Signalaustausch zwischen Bezugsperson und Kind auf multimodaler Ebene untersucht werden. Der artübergreifende Vergleich könnte Hinweise auf die Evolution von kommunikativen Emotionsausdrücken liefern. Projektnr.: G 406

Emotionale Kompetenz und Sprache bei Kindern mit Williams-Syndrom (Tanja Tagoe)

Das Projekt erforscht das Zusammenspiel emotionaler, sprachlicher, kognitiver und sozialer Fähigkeiten bei Kindern mit dem Williams-Syndrom, einer genetischen Erkrankung mit einem unausgewogenen Leistungsprofil in den genannten Bereichen. Projektnr.: G 212

Emotionale Reaktionen bei sozialem Ausschluss (Lea Gutz)

The project focusses on the processing of and the emotional responses to social exclusion. Projektnr.: G 307

Emotionaler Ausdruck in Vokalisationen von Menschenaffen (Carla Pritsch)

Menschenaffen kommunizieren ihre Emotionen, wie der Mensch, über die drei kommunikativen Kanäle der Gestik, Mimik und über Vokalisationen. Das Verständnis der verschiedenen Kanäle ist bisher sehr unterschiedlich stark entwickelt. Das Dissertationsprojekt nähert sich der Frage nach der vokalen Kommunikation von Orang-Utans in emotionalen Kontexten. Projektnr.: G 409

Emotionen begleichen? Ein Wiedergutmachungsprogramm und Algonquin Überlebende indianischer Internate in Kanada (Anne-Marie Reynaud)

Emotionen spielen eine wichtige Rolle in allen Versöhnungsprozessen. Dabei können diese Emotionen allerdings im jeweiligen kulturellen Kontext unterschiedlich geformt und geteilt werden Projektnr.: G 313

Emotionen in der Arbeit – Arbeiten an Emotionen. Deutschland, 1920 – 1970 (Sabine Donauer)

Das Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen kapitalistischen und emotionalen Praktiken im Rahmen industrieller Erwerbsarbeit im 20. Jahrhundert. Projektnr.: G 204

Emotionen, Kalkulationen und soziale Relationen im Investmentbanking (Markus Lange)

Finanzmärkte sind geprägt durch eine radikale Ungewissheit. Welchen Einfluss haben Emotionen, kalkulative Praktiken und die soziale Einbettung, wenn Investmentbanker dieser Ungewissheit begegnen? Projektnr.: G 405

Evolutionäre Psychopathologie der Depression: Führen unterschiedliche aversive Lebensereignisse zu unterschiedlichen Symptomprofilen von Low Mood? (Eiko Fried)

Die Auffassung von Depression als ein kategoriales Konstrukt soll empirisch aus evolutionspsychopathologischer Perspektive beleuchtet werden. Projektnr.: G 305

Figurationen des Zorns. Rache und das kulturelle Imaginäre (Fabian Bernhardt)

Heißer Zorn und kühle Berechnung gehen bei der Rache auf irritierende Weise oft Hand in Hand. Verschränkungen von Gefühl und Vernunft, Recht und Unrecht, Wirklichem und Imaginärem konstituieren unsere Vorstellung von Rache. Projektnr.: G 302

Gender and aging effects on the recognition of emotional speech (Niloofar Keshtiari)

Emotionale sprachliche Äußerungen enthalten wichtige Informationen über die sprechende Person. Doch inwieweit erkennen junge und ältere Iraner und Iranerinnen diese emotionalen Hinweise in Sätzen in Farsi? Projektnr.: G 310

In der Anklage der Sinne. Filmische Expressivität und das Schuldgefühl als Modalität des Gemeinschaftsempfindens (Matthias Grotkopp)

In welcher Art und Weise versuchen Filme ein moralisches Gefühl wie das der Schuld im Zuschauer zu evozieren? Wie entfalten sie die affektiven Grundlagen von geteilten Werten und Geschichte(n), von Identitäten und Handlungsdispositionen? Projektnr.: G 306

Korean and German children’s acquisition of an ‚internal state language’ and their development of social cognition and emotion concepts (Cora Kim)

In einer sprach- und kulturvergleichende Studie wird untersucht, wie südkoreanische und deutsche Kinder lernen, "innere Zustände" zu verstehen und darüber zu sprechen. Projektnr.: G 106

Liebe bei Heidegger und Arendt (Tatjana Noemi Tömmel)

Gegenstand dieser Dissertation sind die in der Forschung bisher nur marginal behandelten philosophischen Liebesbegriffe von Martin Heidegger und Hannah Arendt. Projektnr.: G 111

Modulation der Emotionsinduktion im Film (Corinna Pehrs)

Wie schaffen wir es eine "first hand emotion" zu induzieren, messbar zu machen und uns gleichzeitig dem Konstrukt der Empathie zu nähern? Die Erstellung neuen audiovisuellen Stimulusmaterials bietet diese Möglichkeit. Projektnr.: G 206

Musik als affektive Selbstverständigung: eine integrative Untersuchung über musikalische Expressivität

Musikalische Werke sind keine Personen. Dennoch sagen wir zum Beispiel, ein Werk sei melancholisch, drücke Freude aus oder verbreite eine zuversichtliche Stimmung. Doch mit welchem Recht? Die Beantwortung dieser Frage ist grundlegend für die Musikphilosophie. Projektnr.: G 314

Netzwerkstrukturen bei der Mitteilung von Trauer (Roman Ebel)

Mithilfe einer sozialen Netzwerkanalyse sollen die Strukturen sozialer Eigenschaften identifiziert werden, welche die Mitteilung von Trauer zwischen Verwitweten und ihrem Umfeld unterstützen. Projektnr.: G 304

Neural and Behavioral Correlates of Emotional Experiencing: The Influence of Early Life Stress, Alexithymia and Depression (Sabine Aust)

Im Rahmen meiner Promotion beschäftigt mich die Frage, wie sich emotionale Erfahrungen im menschlichen Gehirn abbilden lassen und wie das Erleben früher traumatischer Lebensereignisse, Alexithymie und Depression diese neuronalen Korrelate modulieren. Projektnr.: G 101

Schmerz im Zeichen ästhetischer Erfahrung bei Charles Baudelaire (Christoph Groß)

Untersuchung der literarischen Inszenierungen körperlichen und seelischen Schmerzes bei Charles Baudelaire unter Einbeziehung ihrer ästhetischen, medizinhistorischen, theologischen und anthropologischen Implikationen. Projektnr.: G 102

Sensualismus in Deutschland. Zur Konstitution der sensualistischen Ästhetik von Meier bis Lessing (Olga Katharina Schwarz)

Ohne den Sensualismus gäbe es Kants Ästhetik nicht. Doch was ist Sensualismus? Das Projekt untersucht die Entstehung einer sensualistischen Ästhetik im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Projektnr.: G 410

Sprachen des Gefühls bei Robert Musil (Rousbeh Djahangiri)

Wie weit kann eine literarische Sprache in der Gestaltung von Gefühlen gehen, wenn ihr Innovationspotential auch aus der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Modellen von Emotion geschöpft wird? Projektnr.: G 203

Süddeutsche Wallfahrtskirchen des 18. Jahrhunderts als Rahmung verehrter Gnadenbilder (Dörte Wetzler)

Das Projekt untersucht süddeutsche Wallfahrtskirchen des 18. Jahrhunderts in ihrer Funktion als affektmodellierende Rahmung verehrter Gnadenbilder. Projektnr.: G 113

Tabu und Emotion. Inzestthematik in narrativen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (Nora Hagemann)

Über Inzest spricht man nicht - man erzählt von ihm. Konstitutive Bestandteile eines Erzählens über das, "worüber man nicht sprechen darf", sind Emotionen, die als Schnittstellen im narrativen Syntagma fungieren. Projektnr.: G 308

Untersuchungen zum Klang-Bedeutungs-Nexus in der Lyrik (Maria Kraxenberger)

In und durch Lyrik werden Gefühle vermittelt und ausgedrückt. Das Dissertationsprojekt versucht die potentielle phonetische Expression von Emotionen in Gedichten aufzuzeigen und zu klassifizieren. Projektnr.: G 404

Vergleichende Untersuchung zur Emotionsverarbeitung bei narzisstischer Merkmalsausprägung (Aline Vater)

Narzissmus scheint mehr oder weniger stark mit psychischer Gesundheit in Verbindung zu stehen. Welche Faktoren differenzieren zwischen gesunden und pathologischen Formen eines narzisstischen Persönlichkeitsstils? Projektnr.: G 214

Verschwiegen bis heiter - Eine pädagogische Ethnographie des Schamaffekts in der schulischen Sexualaufklärung der Sekundarstufe I (Sara Blumenthal)

Die Ethnographie fokussiert anhand der Sexualaufklärung von vier Klassen der Sekundarstufe I, in welchen Kontexten Schamindikatoren im Unterricht auftreten. Mittels der Verortung des Schamaffekts in Bourdieus Habitustheorie werden die symbolischen Ordnungen dieser Kontexte herausgearbeitet. Projektnr.: G 202

Wütende Texte. Die Sprache aggressiver Emotionen in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts (Alfred Alexander Stumm)

Wie wird sprachlich geäußerte Wut literarisch vermittelt? Welche Funktion hat das und wie sind Unterschiede zu deuten? Die Analyse legt je aktuelle Konzepte einer Emotion und deren Beziehung zur semiotisch-symbolischen Praxis frei. Projektnr.: G 211

Zur Bedeutung von Gefühl für Glauben und Wissen in den Spätschriften G.W.F. Hegels (Dorothea Katharina Ritter)

Woher wissen wir, wann wir wirklich etwas wissen oder wann wir "lediglich" etwas glauben? Sind Glauben und Wissen rein rationale Vorgänge oder spielt in ihnen auch Gefühl eine Rolle? Wie kommt Gewissheit zustande? Projektnr.: G 207

Zwischen Norm und Natur: Bildliche und schriftliche Konzepte von Mutterschaft im Athen des 5. und 4. Jhs. v. Chr. (Viktoria Räuchle)

Die Mutter ist eine höchst emotional besetzte Figur, die eine ungeheure Vielfalt an kulturellen Konzepten in sich fasst und gleichwohl eine geradezu archetypische Größe darstellt. Projektnr.: G 312