2. Jahrgang (2009)

Affective Economies. Languages of Emotion in Shakespeare (Kathrin Bethke)

Das Projekt untersucht Interferenzen zwischen Ökonomie- und Affektdiskursen in der englischen Dramatik des 17. Jahrhunderts und widmet sich insbesondere der Wertschätzung in ihren ethischen, ökonomischen und emotiven Funktionen. Projektnr.: G 201

Bewegte Identitäten: Verwandlung und Affekt in der modernen deutschen Literatur (Tara Beaney)

Was sind Emotionen? Sind sie fremde Bedrohungen, tierisches Drängen, kognitive Bewertungen oder freischwebende Intensitäten? Das Projekt untersucht historische Emotionsmodelle auf die Frage hin, wie Emotionen das Selbst konstituieren. Projektnr.: G 215

Das Adam Smith Projekt. Das Gesamtwerk von Adam Smith im Spiegel von Michel Foucaults Analyse der liberalen Gouvernementalität (Bastian Ronge)

Die Doktorarbeit interpretiert das Werk Adam Smiths mit Hilfe von Michel Foucaults Konzept der liberalen Gouvernementalität. Auf diese Weise entwickelt sie eine neuartige Perspektive auf das Denken des schottischen Aufklärers und vermag zugleich die Frage zu klären, welche emotionalen Subjektivierungstechniken dem Funktionieren liberaler Gesellschaften zugrunde liegen. Projektnr.: G 209

Emotionale Kompetenz und Sprache bei Kindern mit Williams-Syndrom (Tanja Tagoe)

Das Projekt erforscht das Zusammenspiel emotionaler, sprachlicher, kognitiver und sozialer Fähigkeiten bei Kindern mit dem Williams-Syndrom, einer genetischen Erkrankung mit einem unausgewogenen Leistungsprofil in den genannten Bereichen. Projektnr.: G 212

Emotionen in der Arbeit – Arbeiten an Emotionen. Deutschland, 1920 – 1970 (Sabine Donauer)

Das Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen kapitalistischen und emotionalen Praktiken im Rahmen industrieller Erwerbsarbeit im 20. Jahrhundert. Projektnr.: G 204

Modulation der Emotionsinduktion im Film (Corinna Pehrs)

Wie schaffen wir es eine "first hand emotion" zu induzieren, messbar zu machen und uns gleichzeitig dem Konstrukt der Empathie zu nähern? Die Erstellung neuen audiovisuellen Stimulusmaterials bietet diese Möglichkeit. Projektnr.: G 206

Sprachen des Gefühls bei Robert Musil (Rousbeh Djahangiri)

Wie weit kann eine literarische Sprache in der Gestaltung von Gefühlen gehen, wenn ihr Innovationspotential auch aus der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Modellen von Emotion geschöpft wird? Projektnr.: G 203

Vergleichende Untersuchung zur Emotionsverarbeitung bei narzisstischer Merkmalsausprägung (Aline Vater)

Narzissmus scheint mehr oder weniger stark mit psychischer Gesundheit in Verbindung zu stehen. Welche Faktoren differenzieren zwischen gesunden und pathologischen Formen eines narzisstischen Persönlichkeitsstils? Projektnr.: G 214

Verschwiegen bis heiter - Eine pädagogische Ethnographie des Schamaffekts in der schulischen Sexualaufklärung der Sekundarstufe I (Sara Blumenthal)

Die Ethnographie fokussiert anhand der Sexualaufklärung von vier Klassen der Sekundarstufe I, in welchen Kontexten Schamindikatoren im Unterricht auftreten. Mittels der Verortung des Schamaffekts in Bourdieus Habitustheorie werden die symbolischen Ordnungen dieser Kontexte herausgearbeitet. Projektnr.: G 202

Wütende Texte. Die Sprache aggressiver Emotionen in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts (Alfred Alexander Stumm)

Wie wird sprachlich geäußerte Wut literarisch vermittelt? Welche Funktion hat das und wie sind Unterschiede zu deuten? Die Analyse legt je aktuelle Konzepte einer Emotion und deren Beziehung zur semiotisch-symbolischen Praxis frei. Projektnr.: G 211

Zur Bedeutung von Gefühl für Glauben und Wissen in den Spätschriften G.W.F. Hegels (Dorothea Katharina Ritter)

Woher wissen wir, wann wir wirklich etwas wissen oder wann wir "lediglich" etwas glauben? Sind Glauben und Wissen rein rationale Vorgänge oder spielt in ihnen auch Gefühl eine Rolle? Wie kommt Gewissheit zustande? Projektnr.: G 207