Abgeschlossene Projekte

Affektive und ästhetische Prozesse beim Lesen (110)

Arthur Jacobs, Winfried Menninghaus, Oliver Lubrich

Reden und Texte kämpfen um Aufmerksamkeit, Gefühle, ästhetische Lust und manchmal auch Zustimmung ihrer Adressaten. Was sind determinierende Variablen dieser kognitiven und affektiven Prozesse beim Lesen?

Affektivität in konversationellen Erzählungen (202)

Elizabeth Couper-Kuhlen, Margret Selting

Wie signalisieren wir Emotionen in der alltäglichen Interaktion? Welche verbalen und nonverbalen Mittel werden vom Sprecher eingesetzt, um Affektivität für Rezipienten erkennbar zu machen? Wie gehen die Interaktionspartner weiter damit um?

Affektmobilisierung und mediale Kriegsinszenierung (111)

Hermann Kappelhoff

Das Projekt untersucht die Affektpoetik des Hollywood-Kriegsfilms. Es entwickelt in diesem Zusammenhang eine standardisierte Methode zur Untersuchung des Verhältnisses von audiovisuellen Darstellungsformen und medial organisierten Emotionen.

Affektwissen und Wirkungsästhetik in der Avantgarde. Am Beispiel der Russischen Staatlichen Akademie der Kunstwissenschaften (121)

Georg Witte

Die Tätigkeit der GAChN ("Staatliche Akademie der Kunstwissenschaften") in der frühen Sowjetunion (1923-1929) widerlegt das rezeptionsgeschichtliche Dogma von der avantgardistischen Negation emotiver Schaffens- und Wirkungsaspekte.

Angst und Ärger: Dimensionen sozialer Ungleichheit (320)

Christian von Scheve, Jürgen Schupp

Ist das Erleben von Emotionen in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten anders? Haben Gefühle wie Angst und Ärger eine Dimension sozialer Ungleichheit und welche Mechanismen sind dafür verantwortlich?

Artifizielle Modulation von Emotionen (NG 102)

Malek Bajbouj

Durch die externe Stimulation von Gehirnregionen lassen sich Einsichten in das Zusammenspiel von Emotionen, Gedächtnis und Sprache gewinnen.

Ausdruck von Emotionen im Artenvergleich – GibbonFACS (308)

Katja Liebal, Bridget Waller, Anne E. Burrows

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Evolutionsgeschichte der Kommunikation von Emotionen: Welche Gesichtsausdrücke werden von allen Primaten geteilt, welche sind einzigartig menschlich?

Autorität, Achtung, Vertrauen, Respekt. Zur Bedeutung von Anerkennungsemotionen in politischen Prozessen (312)

Catherine Newmark

Psychologische Kategorien wie Autorität und Vertrauen spielen nicht nur im Hinblick auf vertretene Werte eine große Rolle, sondern auch bei der Interaktion der politischen Akteure.

Bedeutung emotionaler Hinweisreize für die schlafabhängige Gedächtniskonsolidierung beim Wortlernen von Kleinkindern (302)

Manuela Friedrich, Angela Friederici, Gisela Klann-Delius

Sowohl Emotionen als auch Schlaf modulieren Gedächtnisprozesse, jedoch ist ihre Interaktion während frühkindlicher Entwicklungsphasen bisher völlig unverstanden. Ziel unseres Forschungsvorhabens ist es, die Bedeutung der Interaktion von Emotion und Schlaf für den schnellen Worterwerb (das sog. fast mapping) von Kleinkindern aufzuklären. Im Rahmen einer Kombination von Elektrophysiologie und Verhaltenstest untersuchen wir, inwieweit der initiale Erwerb (das Enkodieren) der Zuordnung einer ...

Berühren und Rühren: „"movere"“ im Tanz (103)

Gabriele Brandstetter,  

Im Begriff des 'movere' bündelt sich physiologische und psychologische Bewegung. In welcher Weise sind Formen und Praktiken des Berührens im Tanz mit der Evozierung von Gefühlen verbunden?

Bewegen, rühren, ergreifen. Feinanalysen komplexer Empfindungsterme (409)

Thomas Jacobsen, Winfried Menninghaus,  

Ziel des Projektes ist eine differenzierte emotionspsychologische Konzeptualisierung der für ästhetische Erfahrungen vielfach verwendeten Kategorien des Bewegenden, Rührenden, Berührenden, Ergreifenden, Erschütternden, Packenden, Erhebenden, Aufregenden. Wir schlagen vor, diese Kategorien als KOMPLEXE EMPFINDUNGSMODI zu bestimmen, die einerseits mit sehr verschiedenen, oft entgegengesetzten diskreten Emotionen korrelieren, andererseits einen gemeinsamen Kern in der Kombination bestimmter ...

Bewusstheit von Emotionen. Bewegungsverhalten als Indikator impliziter emotionaler Prozesse bei alexithymen und nicht-alexithymen Probanden

Hedda Lausberg

In diesem Projekt wird untersucht, ob sich bei alexithymen Probanden implizite emotionale Prozesse im Bewegungsverhalten reflektieren.

Coolness. Formen und Funktionen kultureller Affektkontrolle in der amerikanischen und japanischen Literatur und Kultur

Ulla Haselstein, Irmela Hijiya-Kirschnereit

Zwei Teilprojekte untersuchen das Phänomen der Coolness, zum einen als emotionale Qualität einer globalisierten Jugendkultur und zum anderen als ästhetisches Konzept in Japan.

Das "Kraftwerk der Gefühle". Affektausdruck und -übertragung in der italienischen und französischen Oper des 19. Jahrhunderts (316)

Clemens Risi

Die musikalische und theatrale Repräsentation von Affekten sowie deren Übertragung auf Zuhörer und Zuschauer ist das zentrale Thema der Oper seit ihrer Entstehung.

Der Sinn für Angemessenheit. Gefühle und Normativität (213)

Hilge Landweer

Emotionen zeigen, was für uns wichtig und wertvoll ist. Ermöglichen sie deshalb auch normative Orientierung? Oder sind wir ausschließlich aufgrund von Einsicht an Normen gebunden?

Die Bedeutung emotionaler Hinweisreize für den Erwerb und das Behalten von Wörtern bei Kindern im Alter von 14, 20 und 26 Monaten (113)

Gisela Klann-Delius, Angela Friederici

(Wie) Beeinflusst emotionale Prosodie das Wortlernen bei Kleinkindern? Diese Frage wollen wir mit unserer experimentellen Studie mit Kleinkindern beantworten.

Die Chancen einer transnationalen Verständigung in einem vereinten Europa: Emotionale Sprachbindung und Fremdsprachenerwerb (107)

Jürgen Gerhards

Die Europäische Union hat sich zunehmend von einer politischen hin zu einer gesellschaftlichen Union entwickelt. Kann eine erhöhte Fremdsprachenkompetenz der Bürger eine weitere gesellschaftliche Integration Europas mit seinen 23 Amtssprachen und einer Vielzahl von Regionalsprachen ermöglichen?

Die Emotionalisierung der Religion - neue emotionale Stile im Kontext religiöser Erfahrung (414)

Hubert Knoblauch, Regine Herbrik

Religiosität ist traditionell eng mit Emotionen wie Freude oder Furcht verbunden. Das Projekt untersucht, inwiefern Emotionen für christliche Gemeinden und Gruppierungen heute relevant sind.

Die Pathologisierung der Katharsis im 19. Jahrhundert: Bernays, Freud, Nietzsche (119)

Martin Vöhler

Jacob Bernays bricht mit der Aristotelischen Katharsis-Tradition, als er 1857 die "Sollicitation", d. h. die gezielte Erregung und "Entladung" von Emotionen, in die Philologie einführt.

Die Sprache des Körpers und die Sprache der Novelle: Anatomie und Gattung der Gefühle in der romanischen Novellistik (101)

Irene Albers,  

Romanische Novellen verarbeiten ein spezifisches Repertoire an affektiv determinierten Körperäußerungen wie Weinen und Lachen, Schwitzen und Zittern.

Die Verarbeitung emotionaler Prosodie bei Menschen mit Asperger-Syndrom (207)

Lars Kuchinke, Arthur Jacobs, Sonja A. Kotz

Ein Charakteristikum von Menschen mit Asperger-Syndrom (AS) ist ein verminderter Gebrauch von emotionaler Prosodie. inwieweit verarbeiten Menschen mit AS emotional-prosodische Sätze und Sätze mit neutraler Prosodie unterschiedlich, und inwieweit steht diese Verarbeitung im Zusammenhang mit Emotionsverarbeitung?

Die Wirklichkeit bildlicher Affektdarstellung. Mediale und diskursive Konstruktionen in der Frühen Neuzeit (116)

Klaus Krüger

Die frühe Neuzeit konfrontiert den heutigen Betrachter mit vielfältigen Konstruktionsparametern bildlicher Affektdarstellung. Welche Funktionen erfüllten sie und unter welchen medialen und diskursiven Bedingungen sind sie entstanden?

Die affektive Verankerung von Sozialität: Sprache, Physiologie und soziale Differenz (411)

Christian von Scheve, Tobias Schröder, Markus Conrad

Wie reagieren wir affektiv auf die sprachliche Darstellung von sozialer Interaktion? Welche Rolle spielen dabei automatische physiologische Reaktionen? Und wie sind diese Reaktionsmuster innerhalb der Gesellschaft verteilt?

Die massenmediale Konstruktion der Terrorismusgefahr im interkulturellen Vergleich (108)

Jürgen Gerhards

Wahrnehmungen und Interpretationen von Bedrohungen speisen sich nicht nur aus unmittelbaren Erfahrungen, sondern werden von Massenmedien vermittelt, die zentrale Institutionen der Konstruktion von Bedrohung und Angst darstellen.

Do birds tango? Biological origins of rhythm as a carrier of emotions (210)

Constance Scharff , Henrike Hultsch

Rhythm carries important affective information in human speech, music, gestures and dance. Whether this is true for non-human vocal communication is unknown.

Ein Volk von Neidern? Neid und Missgunst im interkulturellen Vergleich (407)

Christian von Scheve, Thomas Stodulka, Isabel Bohrn, Kristin Prehn

Neid wird durch den Vergleich mit anderen ausgelöst und kann zu gegensätzlichen Handlungstendenzen führen: destruktives oder emulatives Verhalten. Welche Auswirkungen haben kulturelle und sozio-ökonomische Bedingungen auf diese Facetten?

Emotion und Sprachverarbeitung über die Lebensspanne (319)

Isabell Wartenburger

Die allgemeine emotionale Zuwendung, insbesondere der emotionale Gesichtsausdruck und die emotionale Sprachmelodie, bieten wesentliche Hinweisreize für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten.

Emotion, Gewalt und Erinnerung in der Aufarbeitung von Bürgerkriegen. Eine kulturvergleichende Untersuchung (310)

Ute Luig, Birgitt Röttger-Rössler, Cilja Harders

Wie werden in ehemaligen Bürgerkriegsgesellschaften (Kambodscha und Timor Leste) vergangene Gewalterfahrungen verarbeitet, kommuniziert und erinnert und welche Emotionen werden in diesen Prozessen artikuliert?

Emotionale Endophänotypen (405)

Malek Bajbouj, Hauke Heekeren, Isabella Heuser, Arthur Jacobs

Die individuelle Ausprägung menschlicher Verhaltensmerkmale hängt nicht nur von Umweltfaktoren, sondern ebenso von genetischen Einflussfaktoren sowie der Interaktion von Umwelt und Genen ab.

Emotionen in Wirtschaftskrisen (402)

Christian von Scheve, Oliver Lubrich, Sven Ismer, Christine Angela Knoop, Veronika Zink

Von der Angst vor der Kernschmelze zur Wut über die Gier: Sprachbilder der Gefühle im medialen Diskurs über die Finanzkrise.

Emotionen in der Wort- und Gesichterverarbeitung (209)

Annekathrin Schacht, Werner Sommer

Wie wirkt sich die Attraktivität von Gesichtern und der Emotionsausdruck auf die Verarbeitung emotionaler Stimuli aus, und inwiefern tritt die emotionale Valenz von Wörtern mit anderen lexikosemantischen Variablen in Wechselwirkung?

Emotionswissen in der empirischen Ästhetik um 1900 (311)

Jutta Müller-Tamm, Henning Schmidgen, Tobias Wilke

In welchem Verhältnis stehen die zwei Grundtendenzen der Ästhetik um 1900 - Emotionalisierung und Experimentalisierung - zueinander und zu gegenwärtigen Versuchen einer empirischen Erforschung ästhetischer Gefühle?

Empathie bei Menschenaffen: Beeinflusst die Wahrnehmung von Emotionen anderer die Hilfsbereitschaft des Beobachters? (214)

Katja Liebal

Kann sich ein Orang-Utan in einen Artgenossen hineinversetzten und hilft ihm, wenn er vorher emotionalem Stress ausgesetzt war?

Entfesselte Affekte zwischen Wort, Geste und Ton im Zeichentrickfilm (Animated Cartoons) (315)

Albrecht Riethmüller

Das musikologische Projekt bezieht sich auf jenen elementaren Bereich, in dem, unterstützt durch visuelle Momente (Gestik), Ton und Laut, mithin auch Musik und Sprache ineinander fließen und der der ebenso elementaren Affektäußerung dient.

Erforschung neurobiologischer Korrelate ästhetischer Emotionen (417)

Stefan Koelsch, Arthur Jacobs, Winfried Menninghaus

Emotionale Erfahrungen beim Hören von Musik oder beim Lesen sind eine wesentliche Motivation für die Konsumption von Musik und Literatur im Alltagsleben. Dadurch sind diese Medien ideal für die Erforschung neurobiologischer Korrelate von Emotionen geeignet.

Faschismus im Selbstversuch – Ausländische Besucher reagieren auf Nazi-Deutschland (401)

Oliver Lubrich

Internationale Augenzeugen berichten über den Nationalsozialismus.

Faszination. Historische und empirische Konzeptionen einer ästhetischen Emotion (301)

Martin Baisch, Andreas Degen, Jana Lüdtke

Was lässt uns wie gebannt ein Bild betrachten? Was lässt uns ein Buch immer wieder lesen? Faszination ist ein emotional grundierter Zustand anhaltender Aufmerksamkeit, dessen Geschichte und psychologisches Profil kaum untersucht ist.

Imagination der Leidenschaft - leidenschaftliche Imagination: Shakespeares Affektpoetik (309)

Verena Lobsien

Das Projekt untersucht die Dramen und Gedichte Shakespeares und nimmt dabei den Grenz- und Übergangsbereich von Passion und Imagination in den Blick. Sein Ziel ist die Ausarbeitung einer Shakespeareschen Affektpoetik.

Kollektive Emotionen und nationale Identifikation am Beispiel der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 (408)

Christian von Scheve, Gavin Sullivan, Hauke Heekeren, Sven Ismer

Wir untersuchen anhand der FIFA WM 2010, ob kollektive Emotionen die nationale Identifikation und Gefühle der Gruppenzugehörigkeit verbessern und erneuern, während sie gleichzeitig die Beurteilung von Minderheiten abschwächen.

Lesen und emotionale Kompetenzen: Zum Zusammenspiel sprachlicher und emotionaler Kompetenzen und ihrer Veränderbarkeit (104)

Michael Eid, Georg Witte, Isabella Heuser, Gisela Klann-Delius, Winfried Menninghaus, Rüdiger Steinlein

Inwieweit kann die Auseinandersetzung mit Literatur emotionale Kompetenzen fördern?

Maintaining mechanisms in chronic depression and their changeability: the role of enhanced discrepancy responding

Thorsten Barnhofer

Mindulness-based interventions have proved to be efficacious in the treatment of chronic-recurrent depression. This study aims to investigate potential mechanisms of action.

Medium und Emotion. Zur emotionalen Wirkung von Musik in verschiedenen medialen Rezeptionssituationen (318)

Elena Ungeheuer, Stefan Weinzierl, Hans-Joachim Maempel

Musik wird heute überwiegend durch Medien gehört. Mediale Übertragung verändert "die Sprache der Gefühle" in vielfältiger Weise – sowohl als physikalisches Ereignis als auch als psychologisches Phänomen. Verändert sie auch deren emotionale Wirkung?

Mehrsprachigkeit und emotionale Effekte beim Lesen in unterschiedlichen Sprachen (201)

Markus Conrad, Arthur Jacobs, Gisela Klann-Delius, Michael Eid

Aus sprachvergleichender Perspektive wird untersucht, wie einzelne Sprachen in jeweils unterschiedlicher Weise spezifische emotionale Inhalte enkodieren und was dies für das sprachgebundene emotionale Erleben mehrsprachiger Individuen bedeutet.

Metrische Sprache und Emotion (115)

Sonja A. Kotz, Martin von Koppenfels, Winfried Menninghaus

Die Poetik geht traditionell davon aus, dass das Versmaß zur emotionalen Wirkung eines Gedichts auf spezifische Weise beiträgt. Diese Annahme soll empirisch belegt und die neurophysiologischen Korrelate des Effekts untersucht werden.

Mitleid und die "wissenschaftliche Priesterschaft": Umformung der viktorianischen "Moral Economy"? (GW 703)

Rob Boddice

With the rise of evolutionary models of morality after 1859, to what extent was social practice reconfigured according to new notions of the meaning of compassion?

Multimodale Metaphorik und Ausdrucksbewegung (305)

Hermann Kappelhoff, Cornelia Müller

Ein Modell dynamischer Affektorientierung in Alltagskommunikation, Fernsehberichterstattung, fiktionalen Fernsehformaten und Film.

Neurobiologische Korrelate der Empathiefähigkeit am Beispiel der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung (208)

Stefan Röpke, Malek Bajbouj, Isabel Dziobek, Hauke Heekeren, Isabella Heuser

Empathie ist die Fähigkeit das innere Erleben anderer wahrzunehmen. Die hier untersuchte Narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) ist nicht nur durch dysfunktionale Interaktionsmuster, sondern auch einen "Mangel an Empathie" charakterisiert.

Neuronale Korrelate beim Erlernen von Konstruktionen (GW 702)

Adele Goldberg

Um eine Sprache zu erlernen, müssen Sprecher von den einzelnen Äußerungen ausgehend generalisieren. Die daraus resultierenden Muster oder Konstruktionen verknüpfen dann abstrakte Formen und Funktionen.

Neurophysiologie und Psychometrie zur Erfassung von Alexithymie - BALI 1 (109)

Isabella Heuser, Malek Bajbouj, Hedda Lausberg, Michael Eid, Hauke Heekeren

Um ein fundiertes Verständnis des Persönlichkeitsmerkmals Alexithymie zu gewinnen, wird eine breit angelegte, interdisziplinäre Studie durchgeführt.

Passion und Distinktion: Codierungen und Funktionen der Liebe in der englischen Literatur des Späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit (206)

Andrew J. Johnston , Russel B. West-Pavlov

In der englischen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit dient die höfische Liebe sowohl als soziales Distinktionsmittel als auch als Signum für besondere Literarizität.

Philosophische Bedingungen des Sprechens über Emotionen. Zur Fundierung der Sprachspiele der Emotionen

Gunter Gebauer

Gegenstand des Projekts sind die Voraussetzungen, die zum einen die Sprache des Subjekts über seine eigenen Emotionen, zum anderen die Sprache über die Emotionen fremder Personen ermöglichen.

Prosodie und Affekttheorie im 18. Jahrhundert

Winfried Menninghaus, Lars Korten, Jan Stenger, Friederike Wissmann

Wie komponiert man ein zorniges Gedicht? Das Projekt geht denjenigen metrischen Theorien des 18. Jahrhunderts nach, die den lyrischen Gefühlsausdruck in die Silben verlagern.

Rhetorik der Empathie. Ein kognitiv-narratologisches Modell (317)

Dietmar Till

Wie funktioniert es, dass ein Leser/eine Leserin bei der Lektüre eines Erzähltextes sich in eine Figur einfühlen und deren Emotionen 'stellvertretend' fühlen kann?

Rhetorik der Verunsicherung - Muster negativer Affekt-Strategien und ihre persuasive Funktion (413)

Martin Vöhler, Therese Fuhrer, Monika Schwarz-Friesel

Zur Überzeugung eines Gegenübers bedarf es nicht nur guter Argumente, sondern oft auch seiner nachhaltigen Verunsicherung. Das Projekt untersucht Strategien, die in der (literarischen und mündlichen) Rede hierfür eingesetzt werden.

Räume der Angst im Roman zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. Wissensspiegelungen, Umbewertungen, Neukonzeptionen (203)

Annette Gerok-Reiter

Wie, mit welcher Semantik, in welchem Kontext und mit welcher Funktion artikulieren sich gerade dort Angstdarstellungen, wo literartheoretisch geprägte Normen vorliegen, die einer Thematisierung von Angst radikal entgegenstehen?

Sozialisation und Ontogenese von Emotionen im Kulturvergleich (215)

Birgitt Röttger-Rössler, Manfred Holodynski

Wie werden kulturspezifische Formen emotionalen Wissens, emotionaler Verhaltensmuster und Regulationsstrategien von der Geburt bis zur Pubertät vermittelt und erworben? Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die Ontogenese von Emotionen?

Sprache und Gestik der Alexithymie –- BALI 2 (112)

Gisela Klann-Delius, Cornelia Müller

Wie drückt sich Alexithymie, diese "Gefühlsblindheit", im Emotionswortschatz, im Sprachgebrauch und in der Gestik aus?

Stolz, Scham und Ärger: Untersuchungen zu Normen für das Erleben, den Ausdruck und die Regulation selbstbezogener Gefühle in deutsch- und türkisch­stämmigen Bevölkerungsgruppen (106)

Michael Eid, Tanja Lischetzke, Birgitt Röttger-Rössler

Eine multidisziplinäre, kulturvergleichende Studie in Subpopulationen in Berlin und Istanbul.

Talking (about) emotion: Emotionsregulation durch Verbalisieren (415)

Kristin Prehn, Malek Bajbouj, Hauke Heekeren, Arthur Jacobs, Gisela Klann-Delius, Winfried Menninghaus

Das Projekt untersucht die Rückwirkungen der sprachlichen Mitteilung von Emotionen auf deren Erleben. Es soll gezeigt werden, inwiefern die sprachliche Kommunikation von Emotionen eine emotionsregulatorische Wirkung haben kann.

Training sozioemotionaler Kompetenzen: Entwicklung und Evaluation einer neuen Trainingssoftware zur Verbesserung sozialkognitiver Kompetenzen (SCOTT) (216)

Hauke Heekeren, Isabel Dziobek, Hermann Kappelhoff

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer videobasierten Trainingssoftware zur Verbesserung sozioemotionaler Kompetenzen.

Transformationen der Gefühle. Philosophische Emotionstheorien 1250-1650 (313)

Dominik Perler

Wie definierten mittelalterliche und frühneuzeitliche Philosophen Emotionen? Wie erklärten sie ihr Verhältnis zu Sinnesempfindungen, Überzeugungen und Wünschen?

Tristan und Isolde und die Gefühlskulturen des Mittelalters (404)

Jutta Eming

Auch die größte Liebesgeschichte erzählt von mehr als Liebe. Der mittelalterliche Roman "Tristan und Isolde" ist auf Grund der differenzierten Emotionsdarstellung für emotionsgeschichtliche Untersuchungen von besonderem Interesse.

Untersuchungen zur Dynamik der Affizierung des Zuschauers durch Film (416)

Hermann Kappelhoff, Lars Kuchinke, Arthur Jacobs

In welchem Zusammenhang stehen die zeitliche Komposition audiovisueller Bilder und die zeitliche Dynamik des Zuschauergefühls? Welche Rolle spielen Handlungskonstellationen, welche filmische Ästhetik - und wie verhalten sich beide zueinander?

Untersuchungen zur Rolle der motorischen Spiegelung und emotionalen Ansteckung bei der Dekodierung von Emotionen (105)

Tanja Lischetzke, Michael Eid, Michael Niedeggen

Personen unterscheiden sich darin, wie stark sie den Emotionsausdruck anderer im eigenen Gesichtsausdruck spiegeln und sich von den Gefühlen anderer anstecken lassen. Welche Bedeutung hat das für die Fähigkeit, Emotionen anderer zu erkennen?

Ursprünge der sozialen Emotionen bei Menschen (118)

Michael Tomasello

Menschen verfügen über Emotionen, die nicht einmal von anderen Primaten geteilt werden. Woher kommen diese einzigartig menschlichen Emotionen – ontogenetisch in der Entwicklung von Kindern und phylogenetisch in der Evolution der Gattung Mensch.

Verarbeitung affektiver Information im Medienvergleich (117)

Lars Kuchinke, Arthur Jacobs, Hermann Kappelhoff, Helmut Leder

Warum reagieren wir unterschiedlich auf sprachliche, bildliche und filmische Reize?

Verehrung und Bewunderung (NG 101)

Johannes Windrich

In Religion, Popkultur und in  weiteren gesellschaftlich-kulturellen Bereichen spielen Verehrung und Bewunderung eine wichtige Rolle. Sie werden jedoch weder in  der Psychologie noch in der modernen Ästhetik oder Poetik behandelt.

Vergebung: Konzeptuelle und empirische Analysen (412)

Angela Merkl, Christian von Scheve, Simone Grimm, Malek Bajbouj

Welche Emotionen beeinflussen die Tendenz, Fähigkeit und Bereitschaft zur Vergebung von Fehltritten oder Verletzungen?

Verkörperte Metaphern und ihre Bedingungen (GW 701)

Adele Goldberg

Experimentelle Studien bestätigen, dass emotionale, physische und kognitive Erfahrungen eng miteinander verknüpft sind. Die Bedingungen für das Zusammenspiel einzelner Faktoren ist jedoch bislang wenig erforscht.

Wechselwirkungen zwischen sprachlichen und emotionalen Kompetenzen. Vergleichende Untersuchungen bei Kindern und Erwachsenen mit sprachsystematischen bzw. emotionalen Störungen (114)

Gisela Klann-Delius, Christina Kauschke, Hauke Heekeren, Prisca Stenneken

Für sprachliche Interaktion und Kommunikation bedarf es der Integration emotionaler und sprachlicher Informationen.

Wertschätzung – Leistungsbewertung – Lernatmosphäre. Prozesse der Emotionsregulierung in der Schule (211)

Christoph Wulf

Die in einer Grundschule vorgefundene Kultur der Wertschätzung wird als Strukturelement pädagogischer Prozesse untersucht.

Wie Wunder wirken. Minimal kontraintuitive Konzepte im Kontext von Emotion und Sprachstil (314)

Rasha Abdel Rahman , Oliver Lubrich, Arthur Jacobs, Werner Sommer

Die Welt der Märchen, Mythen und Sagen steckt voller Wunder, emotionaler Konzepte also, die die Strukturen unseres Wissenssystems verletzen. Was bewirkt deren großen kulturellen Erfolg und wie werden sie in unserem Gehirn verarbeitet?

Wie produzieren komische Texte positive Emotionen? Sprachliche und emotionale Rahmenbedingungen von Lachen und Heiterkeit in komischen Gedichten und Szenen (406)

Bernd Blaschke, Katharina Spalek

Komik produziert positive Emotionen nicht nur durch semantische Pointen. Wir untersuchen Elemente komischer Texte, die Lachen und Heiterkeit verstärken.

You make me feel so... Understanding Interaffectivity (NG 103)

Isabel Dziobek

Ziel der Nachwuchsgruppe ist die interdisziplinäre Erforschung von Interaffektivität, d.h. Emotionen, die aus sozialer Interaktion hervorgehen. Der Fokus liegt dabei auf individuellen Emotionsmechanismen, körperlich-musikalischen sowie gruppenspezifischen Einflüssen.

Zur Rolle der Lautphysiognomie in Sprachorganisation, Sprachverarbeitung und künstlerischer Sprachproduktion (410)

Markus Conrad, Sonja A. Kotz, Oliver Lubrich

Was sagt uns der Klang von Wörtern? Sind es bereits die basalen Elemente der klanglichen Wortgestalt, die Phoneme, die uns in bestimmte emotionale Schwingungen zu versetzen vermögen?

Ästhetische Modulation affektiver Valenz. Die Lust am Ekelhaften, Traurigen und Ärgerlichen in der ästhetischen Erfahrung (205)

Winfried Menninghaus, Thomas Jacobsen

Kunst gelingt es häufig, negative Emotionen Teil einer lustvollen Erfahrung werden zu lassen. Das Projekt versucht experimentell Evidenz für dieses scheinbar paradoxe Phänomen zu liefern.